Neuseeland – vor einem Jahr


Am 17. November 2015 war es endlich so weit. Mein Emirates-Flug startete um 22Uhr in Zürich zum Flug nach Neuseeland. Die Anspannung war gross, und die Vorfreude auch. In dieser Woche, als dieser Beitrag geschrieben wurde, fand sogleich zwei weitere Erdbeben an Orten statt, an denen ich genau vor 1 Jahr war. Der Flug von Zürich führte via Dubai und Melbourne nach Auckland. Von dort aus fuhr ich mit dem Intercity-Bus nach Rotorua.

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Rotorua hat mir sehr gefallen, und obwohl ich nur 4 Tage dort war, denke ich auch heute noch oft daran zurück. Den eigenartigen Geruch, die wunderbaren Wälder, die dampfenden Seen und die Begegnung mit den Maori haben bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich werde diesen Ort ganz sicher in meiner nächsten Neuseeland Reise besuchen.

Von Rotorua aus gings weiter nach Wellington, die freundlichste Hauptstadt der Welt.

Dort musste ich zwar eine weniger erfreuliche Erfahrung mit meiner Unterkunft machen, dafür war diese beim zweiten Besuch von Wellington besser. Jedoch gefällt mir die Stadt sehr gut. Vorallem das Vogelparadies und die Lage am Meer sind für mich einmalig. Auch der Botanische Garten sollte durchaus auf dem Programm stehen, Fahrt mit der Schweizer Standseilbahn inklusive.

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Die Überfahrt von Wellington nach Picton fand mit der Interisland-Fähre statt. Das Meer war alles andere als ruhig. Als kleine Entschädigung verpflegten sie uns dafür kostenfrei. Von Picton aus fuhr ich auf einer der schönsten (wenn nicht die schönste) Bahnstrecke der Welt nach Christchurch. Diese Linie ist nun nach dem Erdbeben unterbrochen. Wir wünschen der Kiwirail die nötige Kraft, diese Linie alsbald wieder zu eröffnen.

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Christchurch, schon bei der Ankunft wusste ich, hier komme ich ganz bestimmt nochmals hin. Nicht nur, weil meine Reise zwei mal über christchurch führen sollte, sondern einfach so. Ich kann das nicht erklären, aber es wird so sein. Irgendwann. Und nicht nur für Urlaub. Die Stadt, welche nach den schweren Erdbeben 2011 nun wenigstens diesmal nicht so viele Schäden hatte. Auch, weil man aus den Erdbeben etwas gelernt hat.

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Von Christchurch aus ging die Reise weiter nach Queenstown, und zwar auf einer der schönsten Überfahrten überhaupt. Schade, dass dort keine Bahnstrecke ist. Ich glaube, es könnte die zweitschönste der Welt sein. Queenstown ist ganz sicher schon nur von der Lage her eine wunderbare Stadt, und liegt absolut wunderbar an einem wunderschönen See. Auch diesen Ort habe ich nicht zum letzten Mal besucht.

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Von dort aus gings wieder zurück nach Christchurch und nach Wellington, und alsbald musste ich Neuseeland verlassen. Es war ein Abschied mit Tränen. Noch nie, nein, noch gar nie in meinem Leben empfand ich ein solcher Schmerz, als ich gehen musste. Es war, als war ich daheim, und musste nun wieder in die Ferne. Auch wenn der erste Schritt erst mal an die Ostküste von Australien führen würde.

Bleibt der Trost, dass „wenigstens“ noch Tasmanien und das Outback auf dem Programm standen.

Zum Schluss noch dies: Neuseeland ist ein echtes Paradies. Die Nord- und die Südinsel gefallen mir beide sehr gut. Es ist keine schöner als die andere. Für ein Leben in Neuseeland würde ich mich jedoch auf der Südinsel in der Canterburry-Region niederlassen. Dafür sicher nicht nur einmal auf der Nordinsel Urlaub machen.

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