Kaltbrunnental (Schwarzbubenland)


Schon in der Vergangenheit erschienen hier diverse Beiträge nicht nur über Australien und Neuseeland, sondern auch über die Schweiz, besonders viele Wandertipps. Um an dieser Tradition anzuknüpfen, erlaube ich mir, heute über das in dieser Jahreszeit besonders intensiv duftende, und grüne Kaltbrunnental zu schreiben.

Das Kaltbrunnental ist ein nicht kleines Tal. Der Einstieg ist zwischen Meltingen und Roderis (Nunningen). Falls Sie mit dem ÖV anreisen, nutzen Sie doch die Linie 111 (Laufen-Liestal) bis nach Gilgenberg. Dort ist das gleichnamige Restaurant, dass ich durchaus für einen Zwischenstop empfehlen möchte. Dies ist, falls Sie es vorziehen, eine Möglichkeit, das Kaltbrunnental in eine Richtung nach UNTEN zu durchwandern. Die umgekehrte Variante startet am besten und interessantesten in Grellingen am Bahnhof. An beiden Orten gibts auch Parkplätze.  Auf das warum komme ich noch.

Der Einstieg von Gilgenberg aus: In Richtung Meltingen/Fehren der Hauptstrasse nach folgen, (auf der linken Strassenseite, alsbald auf einem kleinen Kiesweg). Bei der grossen Kreuzung, die versetzt ist, nach rechts über die Strasse. So wandern Sie direkt dem Bach entlang. Diesem folgen Sie mehrheitlich von nun an, bis er in die Birs fliesst. Ab einem Punkt ist das ganze auch mit Wanderwegweiser ausgestattet. (Hauptrichtung: Grellingen)

Der Einstieg selbst befindet sich direkt nach der Kläranlage von Meltingen. Ab da wirds nur noch schöner, und noch schöner. Ein kleiner Aufstieg muss noch bewältigt werden, und dann dort immer schön dem Wanderweg und dem Bach folgen. Um diese Jahreszeit gibts schon oben etwas Bärlauch, aber warten Sie mal ab. Die erste Brücke überqueert, die zweite nach dem kleinen Aufstieg und Abstieg ebenso. Ab sofort sind sie nun wirklich im schönsten Teil des Kaltbrunnentals. Wobei das ganze Tal wunderschön ist, und diese Aussage natürlich auch davon abhängt, was ihnen mehr behagt. Auf der Höhe des markanten Viergemeindegrenzsteins gibts Bärlauch wie Sand am Meer. Bitte nicht mit giftigen Pflanzen verwechseln, falls Sie sammeln.

Die Wanderung wird natürlich durch das schöne Kaltbrunnental fortgesetzt. Bald kommen sie auf einen Platz, mit zwei grossen Wegen. Folgen Sie über die Steinbrücke,  und weiter nach unten. Ein kleines Stück, sie könnten wohl dem Bach folgen. Bleiben sie jedoch vielleicht besser auf dem schönen, breiten Weg. Dem Wanderweg nach unten folgend, bei der Verzweigung nach Links! Geht auch gleich wieder rechts hinein und hinunter. Ab da sind sie wieder dem Rauschen nah, und können die angenehme kühle geniessen, die hier auch im Hochsommer ist. Ab hier gehts nur noch abwärts, und mehrheitlich dem Bach entlang. Ein wahrer Genuss! Sie erreichen nach einiger Wanderzeit eine kleine asphaltierte Strasse, dieser nach links folgen, und gleich wieder rechts einbiegen, so dass sie weiter dem Bach folgen. Auch dieser Ort ist wirklich wunderbar.

Das Tal wird immer flacher, und sie werden die vielen tollen Tafeln erkennen, welche Sie über die steinzeitliche Geschichte dieses Ortes aufklären. Dem Wanderweg immer weiter nach Grellingen folgen. Am Ausgang des Tales in Richtung Grellingen können Sie die Schweizer Art der Kriegsführung an der rechten Felswand sehr gut erkennen. Man malt sein Kantonswappen, Ortswappen, und wartet auf den nicht eintreffenden Feind. Wenn doch nur jeder Krieg mit Farbe gewonnen würde, anstelle der vielen Toten!

Ein kurzen Moment des Gedenkens scheint angebracht. Da wäre übrigens eine (nicht die erste) Gelegenheit, mal eine richtige Pause zu machen, und vielleicht ein kleinen Imbiss zu nehmen. Der Bahnhof Grellingen ist nicht mehr weit. Ob sie links oder rechts dem Bahndamm folgen, ist mehr oder weniger einerlei. Der Bahnhof Grellingen liegt bald vor ihnen. Ich wünsche auf dieser absolut 5-Sterne-Wanderung viel angenehme Erholung. Für den sportlichen Typ: Hinauf ist natürlich mindestens so schön! Und wir wissen ja, man sieht nie das selbe, bei rauf und runter.

Wer wäre ich, wenn ich nicht ein paar Fotos von diesem Frühjahr 2017 mitgebracht hätte:

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