Coober Pedy – eigentümlich – aber sehenswert


Coober Pedy ist ganz sicher ein beispiel dafür, was der „weisse“ Mann so alles tut, um an Geld zu kommen. Da wird in mitten von Wüste, an einem Ort wo weder eine Wasserquelle noch genug Regen vorhanden ist, ein Ort aus dem Boden „gestampft“, und dies alles „nur“, damit man wunderschöne Opale aus dem Boden holen kann. Nicht um sonst bezeichnen die Aborignies den Ort als „kupa piti“, (Des weissen Mannes Loch“ (White man’s hole)! Von dort aus ist es fast 840km nach Adelaide und nicht viel weniger weit nach Alice Springs. Einkaufen kann sich also duchraus umständlich gestalten. Täglichen Bedarf bekommt man im knapp 2000 Seelen-Ort, auch Restaurants und an Bars mangelt es nicht. Der Ort hat ja neben seiner Opalminen auch nur den Tourismus, wovon es leben kann. Wobei gerade letzterer auch schon mehr war. Früher wurden hier einige tolle Filme gedreht, das brachte Touristen in Schaaren. Die heutige Hypstergeneration dagegen meint, wenn sie einmal die Ostküste raufgesoffen und raufgesurft ist, hätte sie irgendetwas von Australien gesehen. Mit nichten! Wer nicht im Outback war, war nicht in Australien. Und eindeutig gehört Coober Pedy zu diesem Outback! Es fährt täglich ein Bus von Adelaide und Alice Springs hin. Der nächste Bahnhof ist jedoch schon ein Stück entfernt. Es gibt einige Hotels im Ort, und einen der schwierigst zu bespielenden Golfplätze der Welt. Allein die unterirdischen Häuser sind schon ein Besuch wert. Doch es warten eigentümliche, wenn auch meist aus Menschenhand geschaffene, Mondlandschaften mit zig tausend (nicht ganz ungefährlichen) Löcher, wo einst und auch heute noch Opale heraus geschürft wurden/werden.  Am besten man übernachtet im Radeka Downunder, denn das ist das einzige Hostel, welches noch existiert. Und, es bietet eine einmalige Möglichkeit, unterirdisch zu übernachten. Natürlich bieten dies andere Hotels in der Stadt auch an, aber nicht so rustikal, und nicht so günstig. Die Leute muss man schon verstehen, sie sind aufgrund der ferne vielleicht nicht ganz so offen, wie in den Städten, doch hier können sie das Outback der Weissen hautnah erleben! Und darum sollten sie auch hier hin kommen!

 

Nun, hier ein paar Fotos von mir dazu:

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