Bally-Park und Schloss Falkenstein


Fangen wir gleich mit Schönenwerd an. Dort gabs früher einige sehr traditionsreiche Firmen, unter anderem Karbacher und Bally. Bally Schuhe waren in der ganzen Welt bekannt, und sinds noch. In Schönenwerd werden freilich keine mehr hergestellt. Dennoch hinterlässt Bally ein Erbe. Die grossen Fabrikhallen dienen als Sparshopping-Meile, und der Park wird bis heute gepflegt, und ist einzigartig in der Schweiz. Der Park ist im Englischen Landschaftsgarten-Style angelegt, und wurde um 1868 erstellt und 1888-1890 erweitert.  Erst 2001 haben die beiden Gemeinden den Park übernommen, und ihn wieder zu dem gemacht, was er früher war.  Dort wurden das exotische Pavillon, die Kapelle, der Gränicher Speicher und die Pfalbausiedlung komplett modernisiert und renoviert. So dass der Park wieder in altem Glanz erstrahlt. Auch wurde ein lang gehegter Traum endlich richtig realisiert. Nach dem man sich in Niedergösgen in den 90er Jahren ein Schildbürgerstreich erlaubt hat, und eine HALBE Brücke über die Aare baute, die genau auf das Plateau des alten Wasserwerkes führte, welches meistens unter Wasser ist, und damit vollkommen unbrauchbar war, konnte man sich dann offensichtlich doch noch auf eine Brücke einigen, die diesen Namen verdient hat. Die Hängebrücke führt nun von der Insel Niedergösgen nach Schönenwerd direkt in den Ballypark, und dient so den Fahrradfahrer und Fussgänger als kurze Verbindung zwischen zwei schönen Erholungsgebieten.

Niedergösgen indess bietet nebst dem oben benannten Aareufer mit seinem Auenland, der „wunderbaren“ Aussicht auf das KKW Däniken und dem Wasserwerk auch über eine echte Touristenattraktion, nämlich das Schloss Falkenstein und die dazugehörige kath. Schloss-Kirche, welche in den 1990er-jahren aufwändig restauriert wurde.  Das Schloss, war eigentlich eine Burg aus dem Mittelalter, oder ist es bis heute. Um 1230 baute Freiherr von Göskon eine Burg auf den Felsporn, wo er weit über die ebenen des damals fast unbebauten Landes die Feinde früh erblicken konnte. Als 1444 im Krieg viel Geld verloren ging, kaufte Solothurn die ganze Vogtei für 8200 Gulden, und baute die im Krieg zerstörte Burg wieder auf. 1659 wurde daneben eine kleine Kapelle erbaut. Die Französische Revolution verwandelte ein weiteres mal die Burg in eine Ruine. Von der schönen Burg blieben nur die für den Kanton wichtigen Namen Adrian von Bubenberg und Niklaus Wängi übrig. 100 Jahre lang konnte nur eine wildromantische Ruine bestaunt werden.

1901 kaufte dann die kath. Kirchgemeinde die Ruine Falkenstein für 5000 Franken und baute dort die heutige Schlosskirche auf. Diese wurde feierlich am 28. August 1904 ans Volk übergeben. Im darunterliegenden Teil der Burg (Schloss) ist heute die Gemeindeverwaltung untergebracht. Gleich gegenüber wurde ein Altersheim gebaut, welches nun die exklusive Aussicht auf das Schloss und seine Kirche hat.

Natürlich hab ich euch nach diesem Geschichtsunterricht ein paar Fotos mitgebracht.

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